{"id":179,"date":"2023-11-13T11:15:11","date_gmt":"2023-11-13T08:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/isvicreninsesi.ch\/de\/?p=179"},"modified":"2023-11-19T20:40:26","modified_gmt":"2023-11-19T17:40:26","slug":"schweiz-erlebt-historischen-geburtenrueckgang-gruende-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isvicreninsesi.ch\/de\/schweiz-erlebt-historischen-geburtenrueckgang-gruende-im-fokus\/","title":{"rendered":"Schweiz erlebt historischen Geburtenr\u00fcckgang \u2013 Gr\u00fcnde im Fokus"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Schweiz verzeichnet einen beispiellosen R\u00fcckgang der Geburtenrate auf 1,4 Kinder pro Frau, den niedrigsten Stand seit Einf\u00fchrung der Antibabypille 1965. Anders als w\u00e4hrend der Weltwirtschaftskrise 2008 sind die Gr\u00fcnde dieses Mal nicht finanzieller Natur. Der Geburtenknick, der bereits im letzten Jahr begann und weiterhin anh\u00e4lt, wirft wichtige Fragen auf: Warum entscheiden sich Paare heute so deutlich gegen Nachwuchs?<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der aufkommenden Impfskepsis im Zusammenhang mit der Pandemie konnte durch zahlreiche Studien widerlegt werden, dass die Covid-19-Impfungen die Fruchtbarkeit beeintr\u00e4chtigen. W\u00e4hrend geimpfte Frauen kaum Unterschiede in ihrer Fruchtbarkeit zeigten, fiel bei M\u00e4nnern, insbesondere nach einer Infektion, eine vor\u00fcbergehende Reduzierung der Fruchtbarkeit auf. Dies k\u00f6nnte einen Teil des Geburtenr\u00fcckgangs erkl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00f6sterreichische Forscherin Isabella Buber-Ennser argumentiert gegen eine rein medizinische Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Geburtenr\u00fcckgang. Laut ihrer Forschung war die Entscheidung der Paare bewusst und wurde durch Befragungen zum Kinderwunsch belegt. Im Jahr 2021 \u00e4nderten nur 8 Prozent der befragten Frauen (18-45 Jahre) und M\u00e4nner (18-50 Jahre) ihre Familienplanung aufgrund der Pandemie. Ende 2022 stieg diese Zahl auf 11 Prozent, weitere 19 Prozent waren unsicher. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Verz\u00f6gerung des Kinderkriegens wurden h\u00e4ufiger mit der Inflation infolge des Ukraine-Kriegs als mit der Pandemie in Verbindung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein deutsch-\u00f6sterreichisch-schweizerisches Demografietreffen im Oktober zeigte, dass die Geburtenkurven der drei L\u00e4nder \u00e4hnlich verlaufen. W\u00e4hrend des ersten Pandemiejahres kam es zu einem Anstieg der Zeugungen, jedoch nicht zu einem nachhaltigen Effekt. Die psychische Belastung und die Arbeitsbelastung, vor allem durch Personalknappheit, k\u00f6nnten jedoch entscheidende Faktoren sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die finanzielle Unsicherheit scheint in der Schweiz weniger relevant zu sein, da die Arbeitslosigkeit niedrig ist und die soziale Absicherung solide. Dennoch hat die psychische Belastung zugenommen, und die Arbeitsbelastung aufgrund von Personalknappheit k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Paare das Kinderkriegen aufschieben. Die derzeitige Geburtenrate von 1,4 Kindern pro Frau ist ein historischer Tiefststand und k\u00f6nnte sich laut Experten bald erholen, wenn sich die psychologischen Belastungen verringern und die Arbeitsbedingungen verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz verzeichnet einen beispiellosen R\u00fcckgang der Geburtenrate auf 1,4 Kinder pro Frau, den niedrigsten Stand seit Einf\u00fchrung der Antibabypille 1965. Anders als w\u00e4hrend der Weltwirtschaftskrise 2008 sind die Gr\u00fcnde dieses Mal nicht finanzieller Natur. 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